CoreDash vs DebugBear
DebugBear ist ein gutes Tool, und jedes Real-User-Monitoring ist besser als gar keines. Diese Seite zeigt, was DebugBear besser macht – und wo CoreDash günstiger und nützlicher wird, sobald du mehr Traffic oder mehr Kunden hast.
Ich habe CoreDash gebaut, bin also befangen. Behalte das beim Lesen im Hinterkopf. DebugBear gehört zu den besseren Performance-Tools, und in einigen Bereichen ist es besser als CoreDash. Genau diese Punkte zeige ich auf.
Wenn du DebugBear RUM bereits nutzt und es deine Fragen beantwortet, brauchst du nicht zu wechseln. Du misst echte Besucher – und genau darauf kommt es an. Diese Seite richtet sich vor allem an alle, die noch vor der Wahl stehen oder an die Grenzen ihrer aktuellen Lösung stoßen.
Was DebugBear gut macht
Der größte Pluspunkt: Lab Data, Field Data und CrUX an einem Ort. Geplante Lighthouse-Tests laufen von mehr als 30 Standorten aus – mit Netzwerk-Drosselung auf Systemebene (nicht simuliert), mehreren Durchläufen pro Test und dem Median als Ergebnis. Du kannst User-Flows und eingeloggte Seiten testen und bekommst Vorher-Nachher-Videos. Direkt bei der Registrierung erhältst du außerdem rund 40 Wochen CrUX-Historie für deine Website.

debugbear.com, Oktober 2026.
Die RUM-Attribution geht in die Tiefe. Der LCP ist in die vier Teilphasen unterteilt (TTFB, Resource Load Delay, Resource Load Time, Render Delay), der INP in Input Delay, Processing Time und Presentation Delay, und die TTFB in Redirect, Wait, DNS, TCP, SSL, Response und Download. Für den INP nutzen sie die Long Animation Frames API, um Script-URL und Invoker-Typ anzuzeigen, inklusive Event-Listener. Die INP-Target-Tabellen enthalten sogar Screenshots der Elemente.
Conversion-Tracking gibt es ebenfalls: Es verknüpft Core Web Vitals mit Bounce-Rate, Session-Dauer und Checkout-Starts. Wenn du jemanden überzeugen musst, für Performance-Arbeit zu bezahlen, ist das genau das Diagramm, das du zeigst.
Auch gut zu wissen: Das Snippet setzt standardmäßig keine Cookies, außer du aktivierst das Session-Tracking, und es speichert keine IP-Adressen. Sie sind SOC-2-zertifiziert, haben eine REST-API, ein CLI, Webhooks und seit Juni 2026 einen MCP-Server. Ihr Blog, die Dokumentation und die kostenlosen Tools (zum Beispiel der INP Debugger) gehören zum besten kostenlosen Web-Performance-Material überhaupt.
RUM vs. Lighthouse und CrUX
Lighthouse und PageSpeed Insights laden deine Seite einmal auf einem simulierten Smartphone. CrUX zählt nur Chrome-Nutzer mit Opt-in, und eine Seite taucht erst auf, wenn genügend von ihnen sie besucht haben (siehe nicht genügend Daten in der Search Console). RUM misst jeden Besucher in jedem Browser. DebugBear und CoreDash machen das beide gut.
Die meisten Websites, die ich auditiere, haben überhaupt kein RUM. Sie arbeiten die Lighthouse-Liste ab (Minify CSS spart ein paar Kilobyte, kein Besucher wird das je merken) und warten dann, bis das 28-tägige CrUX-Fenster weiterwandert, um zu sehen, ob es geholfen hat. Steht die Wahl zwischen DebugBear und gar nichts: Nimm DebugBear.
CoreDash und DebugBear im Vergleich
Preise und Features geprüft im September 2026. Preise pro Monat bei jährlicher Abrechnung in USD.
| CoreDash | DebugBear | |
|---|---|---|
| Fokus | Real-User-Monitoring, CrUX-Abgleich, CI-Checks | Lighthouse-Lab-Tests, RUM, CrUX und Uptime in einem Produkt |
| Günstigster Plan mit RUM | 16 $ (75.000 Seitenaufrufe, 1 Website) | 99 $ (100.000 Seitenaufrufe, 1 Projekt). Der Intro-Plan für 49 $ enthält kein RUM |
| 500.000 Seitenaufrufe pro Monat | 31 $ (Standard, 2 Websites) | 249 $ (Team, 5 Projekte, inklusive 10.000 Lab-Tests) |
| Vorhaltezeit | 6 Monate bis 8 Jahre, je nach Plan | 3 Monate (Intro), 18 Monate, 24 Monate, individuell bei Enterprise |
| Snippet-Größe | Unter 2 KB | Rund 10 KB laut Dokumentation |
| Cookies | Standardmäßig keine, optional für das Tracking wiederkehrender Besucher | Standardmäßig keine, optionales Session-Cookie |
| Phasenaufschlüsselung für LCP und INP | Ja | Ja, plus 7-teilige TTFB-Aufschlüsselung |
| LoAF-Script-Attribution für INP | Ja | Ja, mit Invoker-Typen |
| Geplante Lab-Tests | Nein. Pre-Deploy-Check in der CI gegen deine Budgets | Ja, 30+ Standorte, User-Flows, Tests im eingeloggten Zustand |
| MCP-Server | Ja, in jedem Plan. Gleicher Endpunkt wie die API, read-only | Ja, seit Juni 2026 |
| Conversion-Tracking | Ja | Ja |
| KI-Agent | CWV Superpowers: kostenlos, MIT-lizenziert, schreibt Code-Fixes aus Field Data | Fix-Prompts für Claude Code oder Cursor, generiert aus Testergebnissen |
| Alerts | E-Mail, Slack, AI Auto Alerts | E-Mail, Slack, Microsoft Teams |
| Agentur-Setup | 10 Kunden-Websites und 1 Mio. gepoolte Seitenaufrufe für 71 $. Agency-API erstellt Projekte | 1, 1, 5 oder 100 Projekte je nach Plan. +10 Projekte für 50 $ pro Monat |
| Kostenlose Testphase | 14 Tage, keine Kreditkarte nötig | 14 Tage, keine Kreditkarte nötig |
Wann ich CoreDash wählen würde
Du zahlst nur für Field Data
DebugBear verkauft RUM zusammen mit Lab-Testing. Nutzt du die Lab-Tests, ist das ein fairer Deal. Willst du nur Field Data, zahlst du mit den 249 $ für 500.000 Seitenaufrufe auch 10.000 Lighthouse-Runs mit, die du gar nicht brauchst. CoreDash kostet 31 $ für dieselben 500.000 Seitenaufrufe.

DebugBear-Preisseite, Oktober 2026. RUM beginnt im Startup-Plan für 99 $.
Und der Unterschied wächst mit deinem Traffic. Dein RUM-Volumen steigt mit dem Traffic, der Bedarf an Lab-Tests nicht. Überschreitest du bei DebugBear dein Kontingent, wird RUM erst gesampelt und speichert dann gar keine neuen Daten mehr – außer du kaufst Add-ons (+500.000 Seitenaufrufe für 60 $ im Monat). Bei CoreDash bietet jeder Plan alle Dashboards und unbegrenzt viele getrackte Seiten. Ein Upgrade bringt dir mehr Volumen, Websites und Vorhaltezeit. Die Features bleiben dieselben.
CWV Superpowers schreibt den Code-Fix
Beide Tools haben mittlerweile einen MCP-Server (der von DebugBear kam im Juni 2026). Claude, Cursor oder welcher Agent auch immer kann deine RUM-Daten also in beiden abfragen. Das allein entscheidet noch gar nichts.
Was CWV Superpowers ausmacht, passiert nach der Abfrage. Es ist ein kostenloser, MIT-lizenzierter Agent, der auf dem CoreDash-MCP-Server aufsetzt. Er zieht deine Field Data, findet den Engpass mit dem größten Zeitanteil und zeichnet dann einen Chrome-Trace mit Mobil-Emulation, Fast 3G und 4-facher CPU-Drosselung auf, um die Ursache zu ermitteln. Du erhältst einen Code-Fix mit Datei, Zeile und Diff – oder einen HTML-Report, falls ein Entwickler die Arbeit übernimmt. Die Fix-Prompts von DebugBear basieren auf deren Testergebnissen. Das ist völlig in Ordnung, wenn du deren Lab-Tests nutzt. Ich starte bei Field Data, denn genau darauf basiert das Google-Ranking. Ein Lab-Durchlauf zeigt dir, was auf einem einzigen simulierten Smartphone langsam war. Field Data zeigt dir, welche Templates beim p75 auf Mobilgeräten für tatsächliche Besucher langsam sind.
Der MCP-Server ist in jedem CoreDash-Plan enthalten, auch in Starter. Er nutzt denselben Endpunkt wie die API und ist schreibgeschützt. Es gibt keinen Schreibpfad: Gibst du einem Agenten den Key, kann er in deinem Projekt nichts verändern. AI Auto Alerts nutzen dieselben Field Data: Sie prüfen jeden Tag hunderte Segmente und melden eine Regression erst, wenn sie mindestens 2 % deines Traffics betrifft. INP mit einem KI-Agenten beheben zeigt die Schritte an einer echten Website.
Agenturen: mehr Websites pro Plan
DebugBears Startup-Plan umfasst 1 Projekt, Team bietet 5. Brauchst du mehr Kunden-Websites, landest du bei Corporate für 699 $ im Monat – oder bei +10 Projekten für 50 $ monatlich. CoreDashs Agentur-Plan Studio kostet 71 $ im Monat für 10 Kunden-Websites, 1 Mio. gepoolte Seitenaufrufe und unbegrenzt viele Nutzer. Growth liegt bei 159 $ für 25 Websites und 3 Mio. Seitenaufrufe.
Als Agentur würde ich mir vor dem Preis die Agency-API ansehen. Ein einzelner Master-Key erstellt und löscht Kundenprojekte per REST. Dieselben drei MCP-Tools können jedes Kundenprojekt per ID auslesen – ein Agent kann also alle deine Kunden in einem einzigen Durchlauf abarbeiten. CoreDash bietet allerdings kein White-Labeling. Wenn du Kunden gebrandete PDFs schickst: Die White-Label-Exporte von DebugBear (ab Corporate) können genau das. Bei CoreDash bekommst du die Daten und baust dein eigenes Reporting darauf auf.
Vorhaltezeit
In den kleineren Plänen speichert DebugBear mehr Historie: 18 Monate bei Startup gegenüber 6 Monaten bei CoreDash Starter und 1 Jahr bei Standard. In den größeren Plänen ist es umgekehrt. Die Self-Serve-Pläne von DebugBear enden bei maximal 24 Monaten. CoreDash Studio speichert 3 Jahre, die Agentur-Pläne 3 bis 5 Jahre und Enterprise 8 Jahre. Willst du diesen Black Friday mit den beiden vorherigen vergleichen, sind 24 Monate zu kurz.
Attribution habe ich nicht in diese Liste aufgenommen. Die von DebugBear ist sehr gut, da gibt es keinen großen Abstand. Ein paar CoreDash-Dimensionen würde ich in anderen Tools allerdings vermissen: LCP-Priorität (preloaded, fetchpriority high oder lazy loaded), INP Load State und Device Capability. Die Diagnose-Ansicht prüft auf 14 LCP-Anti-Patterns und liefert Fixes für deinen Stack. Die LCP-Priorität nutze ich am häufigsten. Eine Spalte verrät dir direkt, wenn jemand loading="lazy" auf das LCP-Bild gesetzt hat. Das zu entfernen, ist ein Einzeiler.
Wann DebugBear stattdessen die bessere Wahl ist
- Du willst geplante Lab-Tests, RUM und CrUX-Historie in einem Tool, inklusive Vorher-Nachher-Videos der Lab-Durchläufe.
- Der Einkauf verlangt SOC 2.
- Du schickst Kunden White-Label-PDF-Reports oder dein Team arbeitet mit Microsoft Teams.
- Du nutzt DebugBear bereits und es zeigt dir, was zu tun ist. Dann würde ich nicht wechseln.
Beide ausprobieren
Beide bieten eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Binde beide zwei Wochen lang auf derselben Website ein und schau, welches Tool du am Ende wirklich öffnest. Willst du zuerst die Dashboards sehen? Es gibt eine CoreDash-Demo, und die Preisseite zeigt dir, was dein Traffic kosten würde. Vergleiche mit weiteren Tools findest du auf der Übersichtsseite.
Quellen: DebugBear-Preise, DebugBear RUM, RUM-Setup, RUM-Datenschutz, weitere RUM-Metriken, DebugBear-MCP-Server, DebugBear für Agenturen.